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Übersäuerung des Körpers – Wie erkennst Du die Zeichen und was kannst Du dagegen tun?

Übersäuerung des Körpers – Wie erkennst Du die Zeichen und was kannst Du dagegen tun?

Fühlst Du Dich oft müde und ausgelaugt, ohne einen offensichtlichen Grund dafür zu finden? Es könnte sein, dass Dein Körper Dir ein wichtiges Signal sendet – die Übersäuerung. In unserer hektischen Welt, in der schnelles Essen und Stress an der Tagesordnung stehen, ist es leicht, das Gleichgewicht zu verlieren. In diesem Artikel erfährst Du, wie Du die Anzeichen einer Übersäuerung des Körpers erkennst und welche Schritte Du unternehmen kannst, um Deine Gesundheit wieder in die eigene Hand zu nehmen. Lass uns gemeinsam diesen unsichtbaren Feind entlarven und Dein Wohlbefinden steigern!

Was ist Übersäuerung?

Es ist lebenswichtig, dass unser Blut einen bestimmten pH-Wert hat - 7,4. Abweichungen sind nur in sehr engem Rahmen möglich. Ist es zu sauer, kommt es zu einem lebensgefährlichen Zustand, den man Acidose nennt.

Unser Körper tut also alles, dass das Blut nicht zu sauer wird. Das heißt, Säuren, die das Blut gerade nicht abtransportieren kann, weil der pH-Wert sonst zu weit sinken würde, werden im Gewebe in der sogenannten Grundsubstanz abgelagert.

Das ist kein Problem, wenn es ein vorübergehender Zustand ist und das Blut in naher Zeit in der Lage ist, diese Säuren abzutransportieren. Ist das nicht der Fall, reichern sich die Säuren und auch andere Abfallstoffe in der Grundsubstanz an, die dann chronisch übersäuert ist und damit erhebliche Probleme auslösen kann.

Die Zeichen richtig deuten

Die Symptome einer Übersäuerung können vielfältig sein. Häufige Anzeichen sind:

  • Müdigkeit und Energiemangel
  • Verdauungsprobleme
  • Hautirritationen
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Häufige Infekte
  • Schmerzen, deren direkte Ursache nicht erkennbar ist

Wenn ihr euch in diesen Punkten wiederfindet, kann es sein, dass ihr zu den 90% der Menschen gehört, deren Gewebe chronisch übersäuert ist.. Das heißt, es könnte es an der Zeit sein, euren Säure-Basen-Haushalt genauer unter die Lupe zu nehmen.

Wie bei Allem in unserem Körper, kommt es auch hier darauf an, das Gleichgewicht herzustellen, man nennt es auch das Säure-Basen-Gleichgewicht.

Wie kommt es zur Übersäuerung?

Eine basische Ernährung kann Wunder wirken, um den pH-Wert zu stabilisieren. 

Tatsächlich ist es nämlich so, dass unser Verdauungssystem von der Evolution in der Steinzeit entwickelt wurde und sich seitdem kaum verändert hat. Was sich aber massiv verändert hat, ist unser Lebensstil und unsere Ernährung.

In der Steinzeit die Hauptnahrungsmittel waren, was man so bei den Wanderungen am Wegrand fand - und das waren meist Blätter, Früchte, Wurzeln - also pflanzliche Nahrungsmittel. Gelegentlich gab es dann den Glücksfall, dass ein Tier erlegt wurde oder ein Fisch gefangen. Man kann also davon ausgehen, das damals die Ernährung zu 80% aus pflanzlicher und zu 20% aus tierischen Nahrungsmitteln bestand.

Was bedeutet das nun für uns?

Alle pflanzlichen Nahrungsmittel wirken im Körper basisch - auch, wenn sie, wie z.B. Zitronen, sauer schmecken. Und alle tierischen Nahrungsmittel wirken im Körper sauer - also auch Milch und Milchprodukte - natürlich sowieso Fleisch, Wurst, Eier usw. Eine Ausnahme bilden Getreideprodukte, die leicht sauer wirken.

Und wie sieht unsere Ernährung aus? Durch die Entwicklung der Landwirtschaft nehmen Getreideprodukte einen hohen Anteil unserer Ernährung ein - und in der Regel essen wir ziemlich viel Fleisch, Wurst, Eier, aber auch tierische Zusatzstoffe in verarbeiteten Nahrungsmitteln.

Wir sind also in der Regel weit davon entfernt, dieses Gleichgewicht von 80% Lebensmitteln aus pflanzlicher Herkunft und 20% Nahrungsmittel tierischer Herkunft zu erreichen. Und das ist der Grund warum 90% der Menschen in unserem Kulturkreis übersäuert sind. Du kannst also ganz leicht einen Hinweis bekommen, ob dein Körper eventuell übersäuert ist, wenn du einmal deine Ernährungsgewohnheiten analysierst.

Basische Ernährung als Schlüssel

Eine basische Ernährung kann Wunder wirken, um den pH-Wert zu stabilisieren. 

Wie du schon gesehen hast, sind Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs der Schlüssel zur Verbesserung deines Säure-Basen-Gleichgewichts.

Folgende Nahrungsmittel helfen dir dabei:

  • Grünes Blattgemüse: Spinat, Grünkohl, Feldsalat und Rucola sind nicht nur reich an wichtigen Nährstoffen, sondern wirken auch basisch.
  • Gemüse: Gurken, Brokkoli, Zucchini, Süßkartoffeln und Karotten sind weitere hervorragende basische Optionen.
  • Obst: Trotz ihres natürlichen Zuckergehalts haben viele Früchte eine basische Wirkung. Dazu gehören Avocados, Bananen, Beeren, Melonen und Zitrusfrüchte.
  • Nüsse und Samen: Mandeln, Chiasamen und Leinsamen sind nicht nur gesunde Fettquellen, sondern auch basisch.
  • Kräuter und Gewürze: Frische Kräuter wie Petersilie, Koriander und Basilikum können Gerichten nicht nur Geschmack verleihen, sondern auch zur Basenbildung beitragen.

Wie integriere ich basische Lebensmittel in meinen Alltag?

Es ist einfacher, als du denkst! Beginne den Tag mit einem Smoothie aus Spinat, Banane und Mandelmilch. Snack zwischendurch auf Gurkensticks oder Karotten mit Hummus. Wählt zum Mittagessen einen Quinoa-Salat mit einer Vielzahl von Gemüse und einem Spritzer Zitronensaft. Und wie wäre es zum Abendessen mit einem herzhaften Linseneintopf mit Süßkartoffeln und Brokkoli?

Wichtig zu wissen: Eine basische Ernährung bedeutet nicht, dass ihr säurebildende Lebensmittel komplett meiden müsst. Im Gegenteil. Es geht vielmehr darum, ein gesundes Gleichgewicht zu finden. Ein guter Richtwert ist es, etwa 70-80% basische Lebensmittel zu konsumieren und den Rest des Speiseplans mit neutralen oder säurebildenden Lebensmitteln zu gestalten.

Stressmanagement ist essenziell

Es gibt aber auch noch weitere Faktoren, die eine Übersäuerung des Körpers verursachen.

Säurequellen Säureart
Süßigkeiten, Weißmehlprodukte Essigsäure
Fleisch und Wurst Harn-, Schwefel-, Salpetersäure
Kaffee, Tee Gerbsäure
Limonade, Mineralwasser Kohlensäure
Cola Phosporsäure
Wein Schwefelsäure
Zigaretten Nikotinsäure
Stress, Ärger, Sorgen Salzsäure
körperliche Überanstrengung Milchsäure

Stress ist ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Übersäuerung. Yoga, Meditation oder einfach mal ein entspanntes Bad können helfen, den Stresspegel zu senken.

Nahrungsergänzungsmittel – ja oder nein?

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Autor

Sabine Kratzenberg

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